Laut HV Consumer Check (ver)misst sich jede:r Zweite selbst. Vor allem die Gen Z begeistert der Wearables & Longevity Trend und selbiger ist bereits ein fixer ist Teil vom Alltag.
Wie viele Schritte bin ich heute gegangen? Wie hoch war mein Puls beim Training? Habe ich ausreichend geschlafen? Smartwatches, Fitness-Tracker und Gesundheits-Apps liefern heute laufend Antworten auf Fragen, die sich früher kaum jemand gestellt hat. Der aktuelle Consumer Check „So kauft Österreich“ von Reppublika Research & Analytics im Auftrag des Handelsverbands zeigt: 51 % der Österreicher:innen nutzen bereits Wearables oder Apps, um ihre Gesundheit, sportliche Aktivität oder Erholung zu beobachten. Gen Z setzt besonders auf die Möglichkeit zur Selbstvermessung.
Immer mehr Menschen vermessen den eigenen Alltag und machen Schritte, Schlaf, Puls oder Training zu messbaren Größen. Bereits jeder zweite Österreicher verwendet Tracking-Tools. Spannend ist dabei vor allem, dass diese Daten nicht einfach nur gesammelt werden. Bei vielen verändern sie tatsächlich das Verhalten.
Rainer Will, Geschäftsführer Handelsverband
Optimierungs-Ranking
Dabei geht Self-Tracking längst über den klassischen Schrittzähler hinaus. Moderne Wearables begleiten ihre Nutzer:innen vom Schlaf über den Arbeitsalltag bis zum Training und liefern immer detailliertere Informationen über Körper, Bewegung und Regeneration. Hier eine Übersicht, was die Nutzer von Smartwatch, Fitness-Tracker, Smart Ring & Co am häufigsten messen oder beobachten:
- 75 % Schritte
- 61 % Herzfrequenz/Puls
- 47 % Kalorienverbrauch
- 44 % Schlaf
- 41 % Training bzw. Belastung
- 26 % Gesundheitswerte wie Blutsauerstoff
- 25 % Stress
- 21 % Erholung
Besonders bemerkenswert ist, dass es nicht beim Erheben des Ist-Zustandes bleibt: 49 % der Nutzer:innen geben an, dass Wearables oder Gesundheits-Apps ihre Gewohnheiten merklich verändert haben. Nur 19 % meinen, das Messen der Vitalwerte führe zu kaum oder gar keiner Verhaltensänderung. Aus Information wird Motivation: Das tägliche Schrittziel kann zum Spaziergang am Abend animieren, ein schlechter Schlafwert den Blick auf die eigenen Schlafgewohnheiten verändern oder die Trainingsaufzeichnung dazu motivieren, regelmäßig aktiv zu bleiben.
Die Uhr am Handgelenk zeigt längst nicht mehr nur die Zeit. Sie zählt unsere Schritte, analysiert unseren Schlaf, misst den Puls und erinnert uns daran, uns zu bewegen. Wearables haben sich vom technischen Gadget zum persönlichen Fitness- und Lifestyle-Begleiter entwickelt. Davon profitieren vor allem der Sport- und Elektrohandel.
Rainer Will
Gen Z als Trendsetter
Besonders stark ist der Trend bei jungen Menschen. 67 % der Gen Z (18 bis 29 Jahre) nutzen Wearables oder Apps, um Fitness, Gesundheit oder Erholung zu beobachten. Bei den Millennials sind es mit 59 % ebenfalls überdurchschnittlich viele. Zwischen den Geschlechtern gibt es hingegen keinerlei Unterschiede. Doch Self-Tracking ist keineswegs ausschließlich ein Jugendphänomen. Die Detailauswertung zeigt vielmehr, dass sich die Nutzung mit dem Alter verändert: Während jüngere Menschen Wearables stärker rund um Training, Performance und Selbstoptimierung einsetzen, rücken bei älteren Nutzer:innen klassische Gesundheitsparameter stärker in den Mittelpunkt.
Die Gen Z zeigt, wohin die Entwicklung geht. Bewegung wird getrackt, Training ausgewertet und Regeneration messbar gemacht. Gleichzeitig sehen wir, dass Wearables auch bei älteren Menschen angekommen sind – dort stärker als Instrument, um Bewegung und Gesundheitswerte im Blick zu behalten.
Rainer Will
So beobachten unter den Wearable- bzw. App-Nutzer:innen der Babyboomer- und Golden-Ager-Generation (61 Jahre oder älter) 88 % ihre Schritte und 73 % ihren Puls. Gesundheitswerte wie etwa die Blutsauerstoffsättigung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Für den Handel ist Self-Tracking Teil eines wachsenden Ökosystems rund um das Thema Selbstoptimierung. In diesem neuen Megatrend verschwimmen die Grenzen zwischen Consumer Electronics, Sport und Lifestyle immer stärker. Die Gen Z gibt monatlich im Schnitt rund 90 Euro für Fitness und Selbstoptimierung aus, im Bevölkerungsschnitt sind es 65 Euro. Die Wearable-Nutzung zeigt, wie stark dieser Lifestyle auch technologisch geprägt ist.
Über die Studie
Der aktuelle HV Consumer Check wurde im August 2026 von Reppublika Research & Analytics im Auftrag des Handelsverbandes durchgeführt. Es wurden 1.009 Personen ab 18 Jahren mittels Computer Assisted Web Interviews (CAWI) befragt, wobei die Stichprobe repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ist. Der Befragungszeitraum war vom 5. bis 11. 8. 2026.




















