Bei ihrer Bundesinnungsausschusssitzung vom 7. bis 9. Oktober in Linz zog die Bundesinnung der Elektrotechniker in der Wirtschaftskammer Österreich eine positive Bilanz und widmete sich aktuellen Branchenthemen. Im Mittelpunkt standen die Neuausrichtung der PV-Förderung, die Branchenmesse E-nnovation 2027 (16. bis 18. März 2027 im Messezentrum Salzburg) und die erneut ausgezeichnete Nachwuchskampagne „Join the Future“. Auch die wachsende Vernetzung der Branchenplattform „Elektriker Österreich“ unterstreicht die gemeinsame Arbeit für die Zukunft der Branche.
„Unsere Betriebe leisten tagtäglich einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende und gestalten diese mit ihrer fachlichen Kompetenz und praktischen Erfahrung aktiv mit. Sie wissen aus erster Hand, welche Lösungen sich in der Praxis bewähren und wo es Anpassungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen braucht. Dieses wertvolle Knowhow bringen wir gezielt und mit Nachdruck in politische Entscheidungsprozesse ein. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, die Aus- und Weiterbildung zu stärken, qualifizierte Nachwuchskräfte zu fördern und den branchenübergreifenden Austausch weiter auszubauen. Denn eine erfolgreiche Energiewende braucht nicht nur ambitionierte Ziele, sondern vor allem praxistaugliche Rahmenbedingungen und starke Betriebe, die sie umsetzen“, betont Bundesinnungsmeister Christian Bräuer anlässlich der dreitägigen Sitzung in Linz.
Neuausrichtung der PV-Förderung
Ein aktuelles Beispiel ist die Neuausrichtung der PV-Förderung. Die Elektrotechnikbranche hat ihre Praxiserfahrung in die Weiterentwicklung der EAG-Investitionsförderung eingebracht. „Die neue Förderlogik zeigt, was möglich ist, wenn Politik und Branche zusammenarbeiten. Entscheidend ist, Photovoltaik, Speicher und intelligente Steuerung gemeinsam zu denken. So unterstützen wir Investitionen, die erneuerbare Energie besser nutzbar machen und langfristig Wirkung entfalten“, erklärt Bräuer.
E-nnovation 2027: Fachwissen und neue Kooperationen
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorbereitung der Branchenmesse E-nnovation, die von 16. bis 18. März 2027 im Messezentrum Salzburg stattfindet. Angestrebt werden 250 Aussteller und 10.000 Fachbesucher. Neue Kooperationen mit dem FEEI, der V2G Alliance und dem Fachverband Ingenieurbüros sollen den fachlichen Austausch erweitern. Zusätzlich ist ein Ingenieurforum mit rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern geplant.
Die Herausforderungen und Zukunftsaufgaben der Elektrotechnik erfordern zunehmend eine enge Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg. Umso wichtiger ist es, Plattformen zu schaffen, die den fachlichen Austausch fördern, Kompetenzen bündeln und ausführende Betriebe, Industrie und Planung miteinander vernetzen. Die E-nnovation soll dabei als Impulsgeber wirken, den gemeinsamen Dialog stärken, innovative Lösungsansätze vorantreiben und den Grundstein für nachhaltige Partnerschaften legen.
Christian Bräuer
Nachwuchskampagne erneut mit Gold ausgezeichnet
Wie erfolgreich neue Wege in der Nachwuchsansprache sein können, zeigt „Join the Future – Redstone Challenge“. Die Kampagne erhielt beim Media Award 2026 jeweils Gold in den Kategorien „Exzellente Media-Strategie“ und „Exzellente Media-Innovation“. Bereits beim iab webAD 2025 war sie mit Gold für die beste User-Engagement-Kampagne, Silber für die beste User-Activation-Kampagne sowie zwei Bronze-Awards ausgezeichnet worden.
„Um junge Menschen nachhaltig für die Elektrotechnik zu begeistern, braucht es innovative Zugänge, die ihre Interessen aufgreifen, Neugier wecken und Raum für eigene Erfahrungen schaffen. Mit der Redstone Challenge gelingt es uns, technische Zusammenhänge auf spielerische und praxisnahe Weise erlebbar zu machen und gleichzeitig das Interesse an den vielfältigen beruflichen Möglichkeiten unserer Branche zu fördern. Die erneuten Auszeichnungen sind eine wertvolle Bestätigung unseres eingeschlagenen Weges und unterstreichen, wie wichtig kreative, zeitgemäße und zielgruppengerechte Initiativen für eine erfolgreiche Nachwuchsgewinnung sind. Denn die Fachkräfte von morgen gewinnen wir, indem wir junge Menschen schon heute für Technik begeistern und ihnen neue Perspektiven eröffnen.“, sagt Bräuer zur erfolgreichen Kampagne, die auch im kommenden Jahr mit neuen Schwerpunkten – auch in Richtung Lehre – fortgesetzt wird.



Wachsendes Netzwerk für die Elektrotechnik
Eine erfreuliche Entwicklung verzeichnet auch der Verein Elektriker Österreich: Aktuell zählt er 47 Markenpartner; weitere 18 Anfragen für neue Markenpartnerschaften liegen vor. Hinzu kommen zehn Partnerorganisationen: FEEI, OVE, PV-Austria, BVE, LTG, KFE, Vehicle to Grid, Bundesgremium Handel, KNX-Austria und ETIM. Die Tage der Elektrotechnik erreichen bereits über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
„Das kontinuierlich wachsende Netzwerk unterstreicht eindrucksvoll, wie groß der Bedarf an einer starken, gemeinsamen Plattform für Austausch, Vernetzung und Zusammenarbeit innerhalb unserer Branche ist. Als Interessenvertretung sehen wir es als unsere zentrale Aufgabe, Kompetenzen zu bündeln, den Wissenstransfer zu fördern und durch gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote die Zukunftsfähigkeit unserer Betriebe nachhaltig zu stärken. Indem wir ausführende Unternehmen, Industrie, Planung und weitere Partner enger miteinander vernetzen, schaffen wir wertvolle Synergien, fördern Innovationen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Qualität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Branche. Denn eine starke Interessenvertretung bedeutet für uns, nicht nur die Anliegen unserer Betriebe zu vertreten, sondern gemeinsam Perspektiven zu entwickeln, Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten und die Zukunft der Elektrotechnik nachhaltig zu sichern.“, hält Bräuer fest.
Ehrung für Stephan Preishuber
Eine besondere Ehrung gab es anlässlich der BIAS auch für den scheidenden BIM-Stellvertreter Stephan Preishuber. Er wurde für seine Verdienste mit der Goldenen Ehrennadel der Elektro-Bundesinnung ausgezeichnet.





















