Rund 220 Mitarbeitende von Gira haben während der sechs Messetage auf dem knapp 1.300 Quadratmeter großen Stand einem internationalen Fachpublikum zahlreiche neue Lösungen vorgestellt.
„Alle bei Gira sind bzw. waren megamotiviert, unser Vertriebsteam haben wir richtiggehend elektrisiert mit unseren Neuheiten, wir konnten es kaum noch abwarten, unser ganzes Spektrum an Innovationen zu präsentieren.“ Torben Bayer, bei Gebäudetechnikspezialist und Smart-Building-Pionier Gira Leiter des Bereichs „Marke, Marketing und digitale Geschäftsmodelle“, steht die Vorfreude auf die „Light + Building“ immer noch ins Gesicht geschrieben. Der Technologiemittelständler aus dem Bergischen Land ist einer von rund 2.000 Ausstellern auf der Weltleitmesse der Gebäudetechnikbranche in Frankfurt am Main, die dieses Jahr vom 8. bis zum 13. März 2026 stattfindet.
Rund 220 Mitarbeitende von Gira haben während der sechs Messetage auf dem knapp 1.300 Quadratmeter großen Stand einem internationalen Fachpublikum zahlreiche neue Lösungen vorstellen. Dazu gehören ein modulares Designsystem mit vier Schalterprogrammen in fünf Farben und mit über 200 Funktionen, Updates für die Smart-Home-Server- und Softwareplattformen, Funklösungen für die digitale Vernetzung der Haustechnik sowie eine weiter optimierte Sensorik für Tastsensoren. Im Mittelpunkt des Kundeninteresses dürfte allerdings das Gira Türkommunikationssystem IP stehen.
„Zugegebenermaßen waren wir nicht die Ersten, was die Nutzung der IP-Technologie für Türsprechanlagen angeht“, gesteht Bayer. „Doch dafür kann unser System Dinge, von denen andere allenfalls zu träumen wagen – etwa hinsichtlich der deutlichen Vereinfachung von Projektierung und Inbetriebnahme selbst in Großprojekten.“ Nicht umsonst hat Gira gleich fünf technische Neuerungen, die bei der Entwicklung des Systems entstanden sind, zum Patent angemeldet.
Ein System, das einfach alles einfacher macht
Mit der neuen Türkommunikation IP präsentiert Gira auf der Messe in der Mainmetropole eine zukunftssichere Plattform für Wohn- und Objektbauten jeder Größenordnung, die durchgängig auf dem bewährten internationalen IP-Standard basiert. „Alle Komponenten des Systems, also Tür- und Wohnungsstationen, Kameras und mobile Endgeräte kommunizieren über standardisierte IP-Netzwerke – egal ob es sich um ein Einfamilienhaus oder um ein ganzes Wohnquartier handelt“, erklärt Marketingchef Bayer. Bis zu 1.000 Wohneinheiten mit insgesamt 10.000 Komponenten lassen sich über die flexibel skalierbare Lösung bedienen.
„Diese Größenordnung haben wir mit unserem bisherigen Sortiment nicht erreicht“, so Torben Bayer. „Damit erschließen wir uns in diesem Segment nun auch das wichtige Projektgeschäft.“ Tatsächlich ist das neue Gira Türkommunikationssystem gerade deshalb für Projektentwickler, Planer, Architekten und Immobilienbetreiber hochinteressant, weil es die Abläufe in Planung, Bau und Betrieb deutlich vereinfacht und die Aufwände merklich reduziert. „Selbst große Anlagen lassen sich in weniger als 30 Minuten projektieren. Ebenso erfolgt die Inbetriebnahme schneller denn je – mithilfe des Gira Projektassistenten und des Gerätescanners“, freut sich Torben Bayer. „Damit setzen wir neue Maßstäbe im Markt, und unsere Kunden sparen Zeit und Geld.“

In jedem Gira Produkt steckt Sonne
Doch Gira zeigt auf der Innovationsschau der Gebäudetechnikbranche in Frankfurt nicht nur neue Produktsysteme. Genauso wichtig ist es dem Familienunternehmens aus Radevormwald, auf der „Light + Building“ auch seine Nachhaltigkeits- und Klimastrategie zu präsentieren. „Wir tragen damit zum einen der zunehmenden Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen Rechnung“, erläutert Torben Bayer. „Zum anderen können wir unseren Ruf als einer der Vorreiter der Branche in puncto nachhaltiger Ausrichtung untermauern.“
Eine wichtige Rolle spielt dabei der im Sommer letzten Jahres in Betrieb gegangene Gira Solarpark, der rund zehn Millionen Kilowatt klimafreundlichen Strom pro Jahr erzeugen soll. Die selbst erzeugte „grüne“ Energie trägt dazu bei, dass der CO2-Fußabdruck für jedes Produkt in der Herstellungsphase im Durchschnitt um 97 Prozent kleiner ausfällt als bisher.
Schalter aus biozirkulärem Kunststoff
Über den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet, beträgt das durchschnittliche Minus allerdings nur vier Prozent. „Obwohl in jedem Gira Produkt Sonne steckt, müssen wir noch an anderen Stellen ansetzen, um unsere CO2-Bilanz wie geplant weiter zu verbessern“, unterstreicht Torben Bayer. Das Familienunternehmen setzt dabei inzwischen auch auf CO2-optimierte Kunststoffe für die Herstellung seiner Designschalter. Erstmals wird der Bergische Gebäudetechnikspezialist auf der Frankfurter Messe Artikel ein Programm präsentieren, dessen Rahmen aus biozirkulärem Kunststoff gefertigt sind. Dessen Rohstoffe werden zum Großteil aus nachwachsenden pflanzlichen Quellen gewonnen. Dadurch verkleinert sich der CO2-Fußabdruck der eingesetzten Rohstoffe um 72 Prozent.
„Wir sind gespannt, wie der Markt diese Produkte annehmen wird“, richtet Bayer den Blick nach vorn auf die am Sonntag beginnende Messe. „Dies gilt natürlich genauso für all anderen Neuheiten, in deren Entwicklung viele Kolleginnen und Kollegen bei Gira in den letzten Jahren viel Arbeit, Know-how und Herzblut investiert haben.“






















