Mit einem zweitägigen Fest feierte Red Zac Schein in Judenburg im Oktober sein 70-jähriges Bestehen. Zwischen Kaffeeduft, Grillflammen und nostalgischen Erinnerungen zeigte sich dabei, was das Unternehmen seit sieben Jahrzehnten ausmacht: Nähe zur Kundschaft, Freude an Technik – und der Mut, immer einen Schritt voraus zu sein.
Reger Betrieb herrschte am 16. und 17. Oktober in der Judenburger Burggasse: Red Zac Schein feierte sein 70-jähriges Bestehen – gemeinsam mit Kundinnen, Kunden, Freunden und langjährigen Wegbegleitern. Und die ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen. Bereits am ersten Tag würde das Geschäft von den Gästen regelrecht gestürmt. Der erste Tag stand übrigens ganz im Zeichen des Kaffees. Jura präsentierte seine neuesten Produkthighlights, begleitet von Verkostungen frisch gebrühter Kaffeespezialitäten. Dazu lockten freilich zahlreiche Sonderangebote aus den Bereichen Unterhaltungselektronik und Haushalts- und Kleingeräte.
Am Freitag wurde es dann kulinarisch: Gemeinsam mit Weber lud man zur Grillvorführung mit regionalen Wagyu-Steaks und Käsekrainern – eine ausgesprochen geschmackvolle Kombination aus Produktpräsentationen und Genuss. Und trotz des großen Andrangs blieb das Team um Geschäftsführer Wolfgang Friedl stets serviceorientiert und freundlich – aber das ist ohnehin ein Markenzeichen des Hauses. „Unser Jubiläum war nicht nur ein Fest, sondern auch ein Dankeschön an unsere Kundinnen und Kunden für ihre jahrzehntelange Treue“, betonte Friedl, der sich auch im Nachgang sehr zufrieden mit der Jubiläumsfeier zeigt: „Der Zuspruch unserer Kunden war einfach großartig.“
Zwischen Leder und Strom
Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens beginnt übrigens 1955 – in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs und der zunehmenden Elektrifizierung österreichischer Haushalte. In der Burggasse 20 in Judenburg übernahmen Frederike und Otto Schein damals das Schustergeschäft der Familie Aich. Und anfangs wurden tatsächlich noch Schuhe verkauft, doch schon bald hielt die Elektrotechnik Einzug ins Sortiment. Otto Schein erkannte nämlich früh das Potenzial des neuen Marktes und begann, Elektroinstallationsmaterial zu vertreiben. Jedes Wochenende schwang er sich auf sein Motorrad und belieferte Murtaler Häuslbauer mit Steckern, Kabeln und Schaltern.

Das Geschäft florierte dermaßen, dass schon bald Elektroherde, Kühlschränke und Waschmaschinen im Schaufenster standen – Symbole des damaligen Wirtschaftswunders. Die Nachfrage war und blieb groß, die Technik faszinierte. Auch Transistorradios wurden zum Verkaufsschlager. Nebst den Produkten spielte Service von Beginn an eine zentrale Rolle: Die alte Schusterwerkstatt wurde in eine Radiowerkstatt umfunktioniert, in der Otto Schein defekte Geräte eigenhändig reparierte. Diese Kombination aus Verkauf, Beratung und Reparatur legte den Grundstein für den bis heute gepflegten Servicegedanken.
Zweite Generation – neue Dynamik
In den 1970er-Jahren traten die Söhne Otto und Gerhard Schein in das Familienunternehmen ein. Otto absolvierte die Meisterprüfung im väterlichen Betrieb, während Gerhard nach dem Besuch der BULME Graz als Lehrling begann und schon kurz darauf die neu eröffnete Filiale in Murau übernahm. Denn der Betrieb war längst gewachsen: Neben dem Stammgeschäft in Judenburg entstanden Filialen in Murau und Scheifling. Mit zunehmender Produktvielfalt wurde außerdem das Stadtlokal bald zu klein, und so folgte 1987 der Bau eines neuen Betriebsgebäudes in der Burggasse 116 – damals noch auf „grüner Wiese“ am Rande Judenburgs. Zunächst als Schauraum für Weißware und Servicestelle gedacht, entwickelte sich der neue Standort rasch zum zentralen Kunden-Anlaufpunkt.

Technik mit Weitblick
In den folgenden Jahren zeigte sich das Unternehmen stets offen für neue Trends. Bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren gehörte Schein zu den Vorreitern in Sachen Videotechnik – mit den ersten Betamax- und VHS-Videorekordern im Sortiment. Auch Car-HIFI-Wettbewerbe, ein eigenes Kabel-TV-Unternehmen und Hochzeitsfilmproduktionen zählten zum Portfolio.

1989 wurde die Firma in eine GmbH umgewandelt, im Jahr 2000 erfolgte der Beitritt zu Red Zac. Und seit 2009 führt Wolfgang Friedl, der seine Karriere einst als Lehrling im Betrieb begonnen hatte, die Geschäfte. Unter seiner Leitung entwickelte sich Red Zac Schein zu einem modernen Fachbetrieb, der sich inzwischen auch ums leibliche Wohl seiner Kunden kümmert: Als Weber Grill-Store bietet das Unternehmen heute vom klassischen Holzkohlegrill über moderne Gasgeräte bis hin zu Zubehör und Grillkursen alles, was das Herz passionierter Grillerinnen und Griller begehrt.
Service als Konstante
Trotz aller Modernisierung ist eines aber konstant gleichgeblieben: der Fokus auf Service und Kundenzufriedenheit. Ob bei der Geräteberatung, bei Installationen oder im Reparaturservice – persönliche Betreuung und Fachkompetenz stehen an erster Stelle.
Service war immer unser wichtigster Erfolgsfaktor – und das wird auch in Zukunft so bleiben. Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt – das war bei Otto Schein so und das gilt auch heute. In einer Welt, in der vieles digital und anonym geworden ist, ist das persönliche Gespräch ein Stück Tradition, das wir gerne bewahren. Und dafür danken uns die Kunden auch.
Wolfgang Friedl





















