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Der erste Hybridpark im Mittelburgenland

Redaktion ELEKTRO|branche.at von Redaktion ELEKTRO|branche.at
30. Oktober 2025
in Panorama
1
Der erste Hybridpark im Mittelburgenland

© Burgenland Energie AG

Mit dem Wind-Photovoltaik-Hybridpark von Burgenland Energie in Deutschkreutz geht erster Hybridpark des Mittelburgenlandes ans Netz.

Landesrat Heinrich Dorner, der Bürgermeister der Gemeinde Deutschkreutz Andreas Kacsits und Burgenland Energie CEO Stephan Sharma haben den Wind-Photovoltaik-Hybridpark in Deutschkreutz offiziell eröffnet.

Der erste Hybridpark Mittelburgenlands ist gebaut. Ein wichtiger Schritt für die Energieunabhängigkeit in der Region. Die 7 alten Windanlagen in Deutschkreutz wurden abgebaut und durch 2 neue, größere und leistungsstärkere Windräder ersetzt. Gleichzeitig nutzen wir hier an diesem Standort nun das gesamte Gold des Burgenlands. Wir ernten nicht nur Windstrom in über 200 Meter Höhe, denn in einem direkt zwischen den Windrädern gelegenen Biodiversitäts-PV-Park gewinnen wir auch Sonnenstrom. Das sind jährlich rund 38 Gigawattstunden burgenländischer Strom.

Stephan Sharma

Biodiversitäts-PV-Anlage

Bei der ersten Biodiversitäts-PV-Anlage dieser Art handelt es sich um eine sogenannte Tracker-Aufständerung auf einer neu geschaffenen Biodiversitäts-Fläche von 10 Hektar mit einer Anschlussleistung von 10,4 MWp. Bei dieser Form der Errichtung werden die PV-Module mit dem Sonnenstand mitgeschwenkt. „So können wir auf derselben Fläche noch mehr Sonnenstrom erzeugen, weil die PV-Module automatisch den ganzen Tag über den optimalen Sonneneinfallwinkel nutzen.“ Landesrat Heinrich Dorner betonte, dass das Burgenland bei der Errichtung von Hybridparks österreichweit und sogar in Europa Vorreiter ist.

Das Burgenland hat in seiner Geschichte immer wieder bewiesen, dass Herausforderungen angenommen und effizient und erfolgreich gelöst werden. Das ist beim Zusammenspiel von Wind- und Sonnenenergie und der Nutzung der vorhandenen Netzinfrastruktur im besonderen Maße der Fall. Gleichzeitig zeigen wir auch: Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur ein Schlagwort, sondern er läuft seit vielen Jahren auf Hochtouren. Deshalb stehen bei uns auch die neuesten Windräder und die modernsten Photovoltaikanlagen – mit dem klaren Ziel, das Burgenland bis 2030 energieunabhängig und klimaneutral zu machen.

Heinrich Dorner

Bürgermeister Andreas Kacsits: „Als Gemeinde ist es uns wichtig, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen. Ich bin auch froh und stolz, dass die Menschen in unserer Gemeinde dieses Projekt voll mittragen.“ Wie bei den anderen Projekten von Burgenland Energie wird auch hier der Strom in den Fanclub Burgenland Energieunabhängig eingebracht werden.

Durch die Bürgerenergiegemeinschaft wird sichergestellt, dass jeder Deutschkreutzer und jede Deutschkreutzerin die Möglichkeit haben, Wind- und Sonnenstrom direkt aus den Anlagen zum dauerhaften Fixpreis zu beziehen. Sauberer, sicherer und günstiger Strom für die Menschen in Deutschkreutz und im Burgenland – das eröffnen wir heute an diesem Standort.

Stephan Sharma

Ausbauen statt Kappen

Vor diesem Hintergrund ergänzt Sharma zum neuen geplanten Strommarktgesetz: „Österreich befindet sich im Energiebereich in einer massiven Abhängigkeit von ausländischen Energieimporten. Rund 55 % des Energiebedarfs muss Österreich aus dem Ausland importieren, das ist weder sicher noch leistbar. Es ist daher sowohl energiepolitisch als auch energiewirtschaftlich der vollkommen falsche Ansatz, Erneuerbaren Strom aus Wind und Photovoltaik zu kappen! Das Motto muss lauten „Ausbauen statt Kappen“. Wir brauchen jede einzelne Kilowattstunde, um eine sichere und leistbare Energieversorgung für Österreich auf Dauer zu gewährleisten. Der heute eröffnete Wind- und PV-Hybridpark zeigt, dass wir nicht die Stromproduktion reduzieren müssen, um die Netzbelastung zu reduzieren.

PK Hybridpark Deutschkreutz
v.l.n.r.: Landesrat Heinrich Dorner, Burgenland Energie CEO Stephan Sharma, Bürgermeister Deutschkreutz Andreas Kacsits. © Burgenland Energie AG

Das ist ein energiewirtschaftlich vollkommen veraltetes Konzept. Durch das technische Zusammenschalten der Wind- und PV-Erzeugung in einem Hybridpark mit einem Parkregler erhöht sich die Netzstabilität und Versorgungssicherheit. Diese Innovation, die wir als Burgenland Energie als Erste in Schattendorf entwickelt haben, ist heute europaweit technischer Standard. Daher sollte der Gesetzgeber den Stand der Technik berücksichtigen. Wir haben als Burgenland Energie im Rahmen der Stellungnahme 32 konkrete Vorschläge für mehr Kundenfreundlichkeit, Energieunabhängigkeit und -sicherheit gemacht.“

Tags: Burgenland EnergieErneuerbare EnergiePV-AnlagenWindkraft
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Comments 1

  1. Bernd Blanzano says:
    6 Monaten ago

    Das Konzept finde ich bemerkenswert, da sich bei bestmöglicher Freiflächennutzung die beiden Energiequellen Sonne und Wind sowohl tages- als auch jahreszeitlich gut ergänzen können.
    Bei der PV-Modulnachführung handelt es sich vermutlich um eine einachsige Anpassung des Neigungswinkels an den Sonnenstand.

    Antworten

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