Die Universität Jyväskylä in Finnland könnte mittels einem „Billig-Recycling“-Verfahren die Abhängigkeit von Rohstoffimporten aus China beenden.
Ein technologischer Durchbruch an der Universität Jyväskylä in Finnland könnte die globale Abhängigkeit von Rohstoffimporten aus China beenden. Forscher haben ein hocheffizientes „Billig-Recycling“-Verfahren entwickelt, das Seltene Erden wie Neodym und Dysprosium fast verlustfrei aus Elektroschrott zurückgewinnt. Bisher scheiterte die Wiederverwertung dieser kritischen Metalle an extrem hohen Kosten und dem massiven Einsatz giftiger Chemikalien, weshalb weltweit weniger als ein Prozent recycelt wurde.
Recycling Filter
Das Herzstück der neuen Methode sind innovative, 3D-gedruckte Filterobjekte. Diese bestehen aus einem speziellen Trägermaterial, das mit selektiven Extraktionsmitteln beschichtet ist. Im Testlauf konnten ausgediente Permanentmagnete aus Windkraftanlagen und E-Auto-Motoren aufgelöst und die wertvollen Bestandteile mit einer Präzision von über 96 % sortenrein getrennt werden. Die Reinheit der gewonnenen Metalle liegt bei über 99 %, was sie sofort wieder einsatzbereit für die High-Tech-Produktion macht.
Experten sehen darin einen „Gamechanger“ für die europäische Industrie: Das Verfahren ist so kostengünstig und umweltfreundlich, dass Recycling von Seltenen Erden erstmals preislich mit neu abgebautem Material konkurrieren können. Damit rückt eine kreislauforientierte Produktion von E-Motoren und Generatoren in greifbare Nähe, was die Versorgungssicherheit für die Energiewende massiv stärkt.




















