Am Mittwoch, den 12. August 2026 wird es am frühen Abend in ganz Europa zu einer partiellen Sonnenfinsternis kommen. Dabei kommt es zur Abschattung von PV-Anlagen samt Leistungsreduktion. Aufgrund der geringen Größenordnung wird die partielle Sonnenfinsternis die Stromerzeugung aber nur geringfügig tangieren.
Da der Kernschatten („Totalitätszone“ mit 100 Prozent Abschattung) auf der Höhe von Spanien liegt, wird es in Kontinentaleuropa zu einer geringen Abschattung im mittleren Ausmaß von maximal 50 Prozent kommen. In Rumänien wird die Abschattung unter 10 Prozent liegen, in Österreich wird die Abschattung rund 85 Prozent betragen.
Die partielle Sonnenfinsternis im zeitlichen Verlauf
Der Kernschatten sowie die partielle Verfinsterung werden in östlicher Richtung über Europa ziehen. Die partielle Verfinsterung wird die europäische Synchronzone (ENTSO-E* RG CE) etwa gegen 17:30 Uhr UTC** (19:30 Uhr MESZ) im Bereich Portugal/Nordspanien erreichen und um 19:30 Uhr (UTC) durch den Sonnenuntergang im Osten Europas beendet sein.
Der Kernschatten wird gegen 18:27 Uhr (UTC) ausgehend von Nordspanien bis 18:33 Uhr (UTC) an die spanische Mittelmeerküste über die Synchronzone wandern. In Österreich beginnt die Verdunkelung um 17:22 Uhr (UTC) und endet um 18:13 Uhr (UTC) mit dem Sonnenuntergang. Die maximale Verdunkelung wird bei rund 85 Prozent liegen.
19 MW Leistungsreduktion aus PV-Anlagen
Selbst unter Annahme des „Worst Case“-Szenarios (max. Gradienten, max. Leistungseinbruch) – klarer Himmel, max. Globalstrahlung, alle PV-Anlagen am Netz – wird eine Leistungsreduktion für ganz Österreich von maximal rund 19 MW erwartet. Die erwartete Leistung der PV-Erzeugung wäre 212 MW, aufgrund der partiellen Sonnenfinsternis wird mit einer Gesamtleistung in der Höhe von 193 MW gerechnet.

Die Sonnenfinsternis und ihre Auswirkungen auf die PV-Erzeugung wurden im Vorfeld umfassend analysiert und in den Prognosen aufgenommen. Weiters werden die Prognosen während des Ereignisses mit erhöhter Aufmerksamkeit verfolgt und es erfolgt eine koordinierte Abstimmung mit dem Systembetrieb und ENTSO-E. Nachdem die partielle Sonnenfinsternis in den Zeitraum des späten Nachmittags und des frühen Abends fällt, sind die Auswirkungen der Sonnenfinsternis aus netzbetrieblicher Sicht unbedeutend, obwohl die Abschattung sehr wohl 85 Prozent beträgt.
Aufgrund der dahingehend geringen Dimension der partiellen Sonnenfinsternis werden dementsprechend keine besonderen Anpassungen für das Ereignis notwendig sein. Die Stromversorgung in Österreich sollte also gesichert sein.





















