Mehr als 10.000 Besucher, 110 Aussteller und drei Tage im Zeichen hochwertiger Kaffeezubereitung: Das Vienna Coffee Festival 2026 hat gezeigt, welchen Stellenwert guter Kaffee mittlerweile bei den Konsumenten einnimmt. Mit dabei war auch ECaffe als österreichischer Markenvertreter von Gaggia. Für Peter Kubicek, Vertrieb ECaffe, waren vor allem das hohe Interesse, das bereits beachtliche Fachwissen vieler Besucher und die zahlreichen persönlichen Gespräche bemerkenswert.
Das Vienna Coffee Festival bringt Konsumenten, Röstereien und Baristas ebenso zusammen wie Hersteller und Anbieter von Espressomaschinen, Mühlen und Zubehör. Die weiterhin wachsende Begeisterung für hochwertige Kaffeezubereitung zu Hause und das Thema Home-Barista war in der Wiener Marx Halle deutlich zu spüren.
Das freute natürlich auch die Vorarlberger ECaffe als österreichischer Markenvertreter der italienischen Traditionsmarke Gaggia. Nach 2025 war das Unternehmen auch 2026 wieder mit einem eigenen Team vertreten und konnte seine Siebträgermaschinen dort präsentieren, wo das unmittelbare Produkterlebnis stattfindet: direkt beim Konsumenten.
Vier Personen – durchgehend im Gespräch
Das vierköpfige ECaffe-Team war über weite Strecken vollständig ausgelastet. Am Stand wurde probiert, gefragt und diskutiert – und natürlich laufend Espresso zubereitet. „Genau dieser direkte Kontakt macht das Vienna Coffee Festival für uns so wertvoll. Wir können erklären und vorführen, aber vor allem können die Besucher selbst ausprobieren und unmittelbar schmecken, welchen Unterschied Maschine, Mühle, Bohne und die richtige Einstellung machen“, umreißt Peter Kubicek die drei Messetage.






Dabei hätte das Publikum kaum vielfältiger sein können. Auf der einen Seite standen Besucher, die noch nie selbst einen Siebträger bedient hatten. Auf der anderen Seite kamen erfahrene Home-Baristas mit hochdetaillierten Fragen zu Mahlgrad, Temperatur, Extraktionszeit oder Bohnen. Und besonders erfreulich waren auch die Begegnungen mit Besuchern des vergangenen Jahres. Einige hatten sich nach der damaligen Beratung für ein Gaggia-Setup entschieden und kamen dieses Jahr wieder an den Stand, um von ihren Erfahrungen zu berichten. Positives Feedback zur damaligen Empfehlung und zur Qualität des selbst zubereiteten Espressos war für das Team jedenfalls eine besondere Bestätigung.
Wenn die Espressomaschine zur Familie gehört
Bemerkenswert sind auch jene Geschichten, die man wohl nur im direkten Gespräch mit Konsumenten erfährt, erzählt Kubicek. „Immer wieder berichteten Besucher von Gaggia-Siebträgermaschinen, die bereits seit Jahrzehnten in Verwendung sind – teilweise seit 30 oder sogar 40 Jahren.“
Darin, so berichtet Kubicek weiter, zeige sich auch die besondere Beziehung, die viele Siebträger-Besitzer zu ihrer Maschine und zur Art der Kaffeezubereitung entwickeln. „Wer sich einmal intensiver damit beschäftigt hat, möchte die einzelnen Parameter häufig bewusst selbst beeinflussen, anstatt die Zubereitung vollständig einer Automatik zu überlassen.“



Die Faszination beginne dabei schon vor dem eigentlichen Espresso: Bohnen auswählen, frisch mahlen, das Aroma beim Mahlen wahrnehmen, den Siebträger vorbereiten, die Extraktion beobachten und schließlich das Ergebnis verkosten. Kaffee wird damit von einem alltäglichen Getränk zu einem bewusst zubereiteten Genussmittel.
Die Mühle ist entscheidend
Eine Erfahrung wiederhole sich deswegen in vielen Beratungsgesprächen: Wer neu in die Welt der Siebträger einsteigt, konzentriert sich zunächst fast ausschließlich auf die Espressomaschine. „Umso größer ist dann die Überraschung, wenn erklärt wird, welchen entscheidenden Einfluss eine hochwertige Mühle auf das Ergebnis in der Tasse hat. Mahlgrad und eine möglichst gleichmäßige Partikelgröße beeinflussen wesentlich, wie der Kaffee extrahiert wird und welche Aromen sich letztlich entwickeln“, so Kubicek.
Genau deswegen rät er dem Fachhandel auch, das Thema Mühle bei der Kundenberatung nicht außen vor zu lassen. „Viele Besucher beginnen das Gespräch mit der Aussage, eigentlich wenig über Kaffeezubereitung zu wissen. Nach einer kurzen Einführung und den ersten eigenen Versuchen stellt sich dann häufig ein Aha-Effekt ein: Die grundlegenden Zusammenhänge sind schnell verständlich und der geschmackliche Unterschied unmittelbar erlebbar.“
„Wenn jemand seinen Espresso selbst einstellt, zubereitet und anschließend probiert, kommt sehr oft die Reaktion: So kompliziert ist das ja gar nicht – aber der Kaffee schmeckt völlig anders.“
Peter Kubicek, ECaffe
Siebträger ist keine Frage des Alters
Auch die Vorstellung, Siebträgermaschinen und Home-Barista-Setups würden hauptsächlich ein junges, Social-Media-affines Publikum ansprechen, bestätigte sich laut Kubicek auf dem Festival nicht. „Auf unserem Stand waren praktisch alle Altersgruppen vertreten. Junge Besucher, die sich bereits intensiv über Videos und Social Media informiert hatten, ebenso wie langjährige Kaffeetrinker, die ihre bisherige Kaffeezubereitung verändern oder qualitativ verbessern möchten.“
Gerade kompakte Maschinen wie die Gaggia Classic stoßen dabei auf Interesse. Viele Besucher sind überrascht, wie wenig Platz ein solches Setup benötigt und wie unkompliziert Reinigung und Hygiene bei einem klassischen Siebträger sein können. Der entscheidende Faktor bleibt jedoch das Ergebnis in der Tasse. Wer den direkten Vergleich erlebt und gleichzeitig versteht, wie einfach sich die wesentlichen Parameter beeinflussen lassen, entwickelt häufig sehr schnell Interesse an dieser Form der Kaffeezubereitung.
Konsumenten heute wesentlich besser informiert
Die zahlreichen Gespräche auf dem Festival hätten gleichzeitig deutlich gemacht, wie stark sich das Informations- und Kaufverhalten in den vergangenen Jahren verändert hat. „Viele Konsumenten beginnen ihre Produktsuche lange vor dem Besuch eines Geschäfts oder einer Messe. Sie informieren sich online, vergleichen Geräte, sehen sich Videos an, lesen Erfahrungsberichte und tauschen sich in Foren, Social-Media-Kanälen und spezialisierten Interessengruppen aus.“
Entsprechend konkret seien mittlerweile die Fragen am Messestand oder im Fachhandel. Teilweise kennen Besucher Produkte und technische Details bereits sehr genau. „Die Aufgabe von Hersteller, Vertrieb und Handel verändert sich dadurch ebenfalls: Nicht mehr die reine Produktinformation steht im Mittelpunkt, sondern Beratung, Einordnung und die Frage, welche Kombination aus Maschine, Mühle und Zubehör tatsächlich zu den individuellen Anforderungen passt“, so Kubicek.
ECaffe & Gaggia ziehen positive Bilanz
Online lassen sich technische Daten vergleichen, Videos ansehen und Erfahrungen anderer Nutzer recherchieren. Was digital jedoch nur eingeschränkt möglich ist, bietet Fachhandel und Messe unmittelbar: eine Maschine anfassen, Bedienung und Verarbeitung erleben, Fragen stellen, unterschiedliche Einstellungen ausprobieren – und vor allem den Kaffee selbst verkosten.
Für ECaffe fällt die Bilanz nach drei intensiven Messetagen jedenfalls positiv aus: ein hochinteressiertes Publikum, zahlreiche Fach- und Beratungsgespräche, eine sehr gute Stimmung und eine professionelle Organisation. Noch wichtiger als die reine Besucherzahl war jedoch die Qualität der Begegnungen. Vom Einsteiger bis zum erfahrenen Home-Barista wollten Besucher nicht nur Produkte sehen, sondern verstehen, ausprobieren, vergleichen und diskutieren.
„Für eine Marke ist dieser unmittelbare Kontakt zum Konsumenten enorm wertvoll. Man bekommt ungefiltertes Feedback, erkennt, welche Fragen die Menschen tatsächlich beschäftigen, und erlebt gleichzeitig, wie sich der Markt entwickelt. Genau deshalb war das Vienna Coffee Festival für uns ein voller Erfolg“, resümiert Kubicek.
























