Ja! … wenn es nach Hansesun geht. Der Vorarlberger PV-Spezialist fordert die Branchenverbände sogar dazu auf, sich für ein entsprechendes Anzahlungsverbot bei PV-Projekten einzusetzen.
Hauptgrund für die Forderung nach einem Anzahlungsverbot sind, so Hansesun, die aktuell sehr zahlreichen Insolvenzen in der Photovoltaik-Branche – österreichweit haben sich diese zuletzt verdoppelt. Mit dem Ergebnis, dass viele Kunden ihre Anzahlungen dadurch verloren haben und/oder nun ohne Gewährleistung und Service dastehen. So habe man schon 2024 vor einer Pleitewelle gewarnt und auf die unseriöse Praxis von Anzahlungen hingewiesen. Das würde schlussendlich auch das Ansehen ehrlicher Anbieter und folglich den Markt ruinieren.
„Manche Firmen haben sich mit Anzahlungen, Lockangeboten und aggressiver Werbung in der Zeit des PV-Booms künstlich aufgepumpt. Doch wenn eine seriöse wirtschaftliche Grundlage fehlt, steht am Ende ein Millionenschaden bei Kunden und Mitarbeitern“, sagt Andreas Müller.
Seit Jahren warnt der Hansesun-Vertriebsleiter vor diesem Szenario. Erst vor wenigen Wochen ging etwa die Mons Solar Österreich GmbH mit Sitz in Dornbirn in Konkurs. Die Mutterfirma Mons Solar in Sennwald ist mittlerweile ebenfalls insolvent. Soeben traf es auch Gama mit Sitz in Au im Schweizer Rheintal – und auch im Osten Österreichs ist’s nicht besser. „Tausende Haushalte stehen jetzt ohne Service und Garantie da, viele haben viel Geld verloren“, berichtet Robert Veronik, Geschäftsführer von Hansesun Photovoltaik Swiss.
Seriöse Anbieter verlangen keine Anzahlungen und rechnen die Kosten erst nach Inbetriebnahme der Anlagen ab. Der 2014 gegründete PV-Spezialist Hansesun hat im gesamten Bodenseeraum und Tirol rund 12.000 PV-Anlagen realisiert. „PV-Anlagen und Stromspeicher sind Lagerware, keine Spezialanfertigungen – da sind Anzahlung Unsinn. Mit der Vorfinanzierung beweist ein Unternehmen, dass es wirtschaftlich gesund ist und auch in Zukunft da sein wird“, betont Veronik.
Branchenverbände sollen Anzahlungsverbot forcieren
Die Lösung liegt für Hansesun auf der Hand: ein gesetzliches Verbot von Anzahlungen auf PV-Anlagen. „Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz müssen sich die Branchenverbände PV Austria und Swissolar auch im Eigeninteresse für ein Anzahlungsverbot einsetzen“, fordert Müller. „Unseriöse Anbieter ruinieren die Menschen, den Markt und die Branche. Der schlechte Ruf von Mitbewerbern färbt auch auf zuverlässige Partner und lokale Handwerksbetriebe ab. So kann und darf es nicht weitergehen“, ist Veronik überzeugt.
„Das Versprechen von Sicherheit braucht langjährige Garantien und Vertrauen. Wenn der Anbieter plötzlich pleitegeht, ist beides weg“, weiß Müller. Den Konsumenten rät er daher, bei der Anschaffung einer PV-Anlage auf eine Bankgarantie zu beharren, falls eine Anzahlung verlangt wird. „Sonst ist im schlimmsten Fall das Ersparte weg. Besser ist aber immer das Angebot ohne Vorkasse. Qualitätsanbieter gibt es genug“, ergänzt Veronik.




















