Rund 35.000 Besucher zählte die Wohnen & Interieur von 11. bis 15. März im Wiener Messezentrum. Mittendrin statt nur dabei war auch Marc Crane, Chef von EP:Mayerhofer. Trotz einiger Aussteller-Kritik an der diesjährigen Messeorganisation hat es für ihn auf der W&I „perfekt gepasst“. Dafür habe man sich bei den Besuchern aber „auch ordentlich ins Zeuge gelegt“, erzählt Crane.
Messeluft geschnuppert hat EP:Mayerhofer im Vorjahr bekanntlich bereits auf den Design Days in Grafenegg. Über die Veranstalter dort sei man dann auch ins Gespräch mit der Wohnen & Interieur gekommen, erzählt Crane. „Da dachte ich mir, warum nicht? Für uns ist bzw. war der Messeauftritt eine reine Imagegeschichte. Wir wollten den Leuten zeigen, dass es uns gibt.“
EP:Mayerhofer wandelt auf Stohlhofers Spuren
Erleichtert ob dieser Entscheidung waren vermutlich auch die Messeveranstalter, war bisher doch Red Zac Stohlhofer ein treuer W&I-Fixstarter. Aus bekannten Gründen (Ruhestand bzw. Geschäftsauflösung, Anm.) fällt dieser ja nun aus. „Herbert Stohlhofer hat uns auf der Messe sogar besucht und uns alles Gute gewünscht. Das hat uns unglaublich gefreut. Man hat es ihm aber schon angesehen, dass ihm der Abschied aus der Branche sehr schwerfällt“, erzählt Crane im ELEKTRO|branche-Gespräch. „Überhaupt denke ich, dass die Wohnen & Interieur mehr Aussteller aus dem Elektrobereich vertragen würde. Bei uns haben sich die Leute nämlich beschwert, dass auf der Messe so wenig Elektro zu bieten hat.“
Fündig wurden diese dann wenigstens auf dem 80 Quadratmeter-Stand von EP:Mayerhofer, wobei man hier „absichtlich wenig Ausstellungsware“ mitgebracht hat. „Wir wollten den Stand nicht überladen und uns wirklich nur auf das Wesentliche konzentrieren“, so Crane. Dafür konnte man mit zahlreichen anderen Ausstellern Partnerschaften eingehen und hat diesen Elektrogeräte (z.B. Fernseher) für ihre Stände zur Verfügung gestellt. „So haben wir unsere 80 Quadratmeter Ausstellungsfläche ordentlich erweitert“, freut sich der EP:Mayerhofer-Chef.






Wo sind die Kopfhörer?
Allerdings, und das ärgert Crane jetzt doch ein bisschen, hat man auf eine Produktkategorie „vergessen“. „Ich weiß nicht, wie oft wir darauf angesprochen wurden, ob wir auch Kopfhörer haben. Natürlich bieten wir diese an, allerdings hatten wir keine auf der Messe mit. Wer rechnet schließlich auch damit, dass man auf einer Wohnmesse ausgerechnet nach Kopfhörern gefragt wird. Beim nächsten Mal werden wir da sicher besser vorbereitet sein – jetzt wissen wir es ja.“
Uns war es in erster Linie wichtig, dass sich die Kunden bei uns am Stand wohlfühlen und auch etwas geboten bekommen. Wir haben daher mit Gewinnspielen und viel Musik gearbeitet und sind proaktiv auf die Kunden zugegangen und sie so auf unseren Stand gebracht. Die Stimmung in unserer Halle war auch sehr positiv. Was ich allerdings so gehört habe, hat es in Halle B nicht ganz so gut geklappt. Trotzdem muss ich sagen, dass die Messeleitung sehr bemüht war.
Marc Crane
Auch sei der EP:Mayerhofer-Stand über die Tage hinweg aber immer „sehr gut gefüllt“ gewesen, wobei der Freitag allerdings „extrem schwach“ und der Sonntag dafür „super“ verlaufen sei. Enttäuscht sei er nur über die von der Messe beauftragte Influencerin. „Die hat sich leider nicht bei uns Blicken lassen.“
Dafür aber konnte sich Crane über sehr viele junge Besucher, die von der gleichzeitig stattgefundenen BeSt, der Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung in Halle C, auf die W&I gespült wurden. „Vor allem Mittwoch und Donnerstag waren viele Junge da. Wir hatten da sogar einige Anfragen, ob wir auch eine Lehrausbildung anbieten. Für heuer ist’s aber leider zu spät, da wir gerade erst zwei Lehrlinge aufgenommen haben.“
Und mit Folgegeschäften hat’s glücklicherweise auch schon geklappt: In den nächsten Tagen wird einem Kunden ein Audiosystem geliefert, das dieser dann in seine Ferienwohnung nach Istrien mitnehmen wird. „Ob sich ein Messeauftritt schlussendlich finanziell auszahlt, ist halt immer schwer zu beantworten. Für uns war es wichtig, dort zu sein und Flagge zu zeigen. Es war eine Imagegeschichte und es war aus unserer Sicht wichtig und richtig, dass wir dort waren“, so Crane.





















