Die University of Colorado Boulder bringt ihre Bio-Leuchten mithilfe eines Cocktails aus Tomatensaft und Algenzellen zum Strahlen.
Wissenschafter der University of Colorado Boulder haben eine neuartige Lichtquelle entwickelt, die völlig ohne herkömmliche Elektrizität auskommt. Das Geheimnis der „Bio-Lampe“ sind lebende Mikroalgen der Art Pyrocystis lunula. Diese Algen besitzen die natürliche Fähigkeit zur Biolumineszenz – ein Phänomen, das man sonst von Meeresleuchten kennt.
Der Durchbruch gelang dem Team um Giulia Brachi durch einen ungewöhnlichen Auslöser: Tomatensaft. Während die Algen in der Natur normalerweise nur bei mechanischer Bewegung kurz aufblitzen, entdeckten die Forscher, dass eine saure Umgebung das Leuchten stabilisieren kann. Tomatensaft besitzt mit einem pH-Wert von 4 genau den idealen Säuregrad, um die chemische Reaktion innerhalb der Algenzellen dauerhaft zu aktivieren.
In den Experimenten wurden die Algen in ein spezielles Hydrogel eingebettet und mittels 3D-Druck in Form gebracht. Sobald diese Strukturen mit der säurehaltigen Flüssigkeit in Kontakt kommen, emittieren sie für knapp 30 Minuten ein intensives blaues Licht. Ziel der Forschung ist es, nachhaltige Beleuchtungslösungen für Gebäude zu entwickeln, die den CO2-Fußabdruck massiv reduzieren könnten. Die Vision: Mit Nährstoffen gefüllte Wände, die bei Bedarf auf Knopfdruck sanft leuchten.




















