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Light + Building 2026: Innovationen einer dynamischen Branche

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Light + Building 2026: Innovationen einer dynamischen Branche

Redaktion ELEKTRO|branche.at von Redaktion ELEKTRO|branche.at
16. März 2026
in Elektrotechnik
0
Light + Building 2026

© ELEKTRO|branche

1.927 Aussteller aus 49 Ländern präsentierten vom 8. bis 13. März 2026 auf der Light + Building ein breites Spektrum an Lösungen in Sachen Licht- und Gebäudetechnik. Dafür reisten 144.767 Besucher aus 143 Ländern nach Frankfurt am Main.

Die meisten internationalen Gäste konnte die Messe Frankfurt aus China, den Niederlanden, Italien, der Schweiz, Frankreich, Österreich, Belgien, Großbritannien, Spanien und Griechenland begrüßen. Einschränkungen im internationalen Flugverkehr sowie die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten mit temporären Ausfällen wichtiger Flugdrehkreuze, insbesondere in Dubai, führten dazu, dass nicht alle Besucher wie geplant anreisen konnten. Unabhängig davon bestätigte die Veranstaltung ihre starke Verankerung in Deutschland sowie in Zentral- und Westeuropa und unterstrich erneut ihre Bedeutung als internationaler Branchentreffpunkt für Industrie, Handwerk, Planung und Architektur.

Light + Building 2026 Fehlender Aussteller
Nicht alle haben’s auf die Light + Building geschafft. Vor allem der Ausfall des Flugdrehkreuzes Dubai zeigte Auswirkungen. © ELEKTRO|branche

„Die Light + Building 2026 hat mal wieder bewiesen, wie unglaublich innovationsstark und zukunftsorientiert diese Branche ist“, zieht Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, eine erste Bilanz. „Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig die persönliche Begegnung und der direkte Austausch sind – gerade auch in Zeiten wie diesen. Die Light + Building wird ihrer Aufgabe gerecht: Sie bringt Menschen aus Industrie, Handwerk, Planung und Design zusammen und schafft damit die Grundlage für Dialog, Kooperation und neue Ideen. Dieser Austausch stärkt den Zusammenhalt der Branche und gibt wichtige Impulse für ihre weitere Entwicklung. Die Zukunft liegt in der Elektrifizierung.“

Die Light + Building 2026 endete jedenfalls mit einer sehr hohen Besucherzufriedenheit. 95 Prozent der Besucher zeigten sich insgesamt zufrieden mit ihrem Messebesuch und gaben an, ihre Besuchsziele erreicht zu haben, ebenso viele bewerteten das Ausstellungsangebot positiv.

Light + Building 2026 in Zahlen
© Messe Frankfurt

Gebäude – vom Energieverbraucher zum aktiven System

Im Gebäudebereich zeigte die Light + Building 2026 deutlich, dass sich Gebäude vom reinen Energieverbraucher zum aktiven Bestandteil eines intelligenten Energiesystems entwickeln. Intelligente Energieverteilung, integriertes Last- und Lademanagement sowie bidirektionales Laden verknüpfen Gebäude, Netz und E-Mobilität zunehmend miteinander und eröffnen neue Möglichkeiten für Energieeffizienz und Systemstabilität.

Gleichzeitig rückte der Bestand stärker in den Fokus: Modulare, skalierbare Lösungen erleichtern die energetische Modernisierung und machen die Nachrüstung effizient und wirtschaftlich umsetzbar. Digitale Planungs- und Bedienkonzepte sowie multifunktionale Interfaces vereinfachen Installation und Betrieb, während sichere Ladeinfrastruktur und zuverlässige Systeme für kritische Anwendungen an Bedeutung gewinnen. Die Branche treibt damit die nächste Entwicklungsstufe der Gebäudetechnologie mit dem Ziel voran, Gebäude ganzheitlich, flexibel und zukunftsfähig auszurichten.

Licht – intelligent gesteuert und atmosphärisch inszeniert

Im Lichtbereich zeigte sich deutlich, dass sich Beleuchtung zunehmend zu einem datenbasierten, adaptiven System entwickelt. Sensorik, vernetzte Leuchten und KI-gestützte Steuerungen ermöglichen eine präzise, bedarfsgerechte Lichtverteilung, die sich automatisch an Anwesenheit, Tageslicht und Nutzungsszenarien anpasst. Über alle Anwendungsfelder hinweg – vom privaten Wohnraum über Hotellerie und Handel bis hin zu Industrie und urbanen Infrastrukturen – standen vernetzte, flexibel skalierbare Lösungen im Mittelpunkt.

Gleichzeitig bleibt Licht ein zentrales Gestaltungselement der Innenarchitektur: Hochwertige Leuchten, vielfältige Designsprachen und fein abgestimmte Lichtfarben schaffen Atmosphäre, lenken Wahrnehmung und steigern die Aufenthaltsqualität. Nachhaltige Materialien, langlebige Komponenten sowie kreislauffähige Produktdesigns unterstreichen die langfristige Ausrichtung der Branche. Die Entwicklung geht damit klar in Richtung einer neuen Generation ganzheitlicher Lichtkonzepte, die technologische Präzision mit emotionaler Wirkung verbinden.

Design, KI und Nachwuchs setzten neue Akzente

Impulse für die nächste Innovationsstufe gingen auch vom hochwertigen Eventangebot aus. Die Design Plaza in Halle 3.1 bildete das Zentrum für Licht- und Designthemen. Hier wurden aktuelle Entwicklungen im Lichtdesign eingeordnet, gestalterische Trends beleuchtet und zukunftsweisende Projekte präsentiert. Zu Gast war unter anderem „Women in Lighting“ und förderte den internationalen Austausch in der Lichtbranche. Auch das Elektrohandwerk setzte ein Zeichen und legte den Grundstein für die Initiative „ElektroHeldinnen“, die Frauen im Handwerk sichtbarer macht und gezielt vernetzt.

Große Aufmerksamkeit erhielt zudem das Areal „Young Design“, in dem ausgewählte Nachwuchsdesignerinnen und -designer mit innovativen Materialien, experimentellen Leuchten und klaren konzeptionellen Ansätzen neue Impulse setzten. In Halle 9 zog die AI Lounge zahlreiche Besucher an: Die stark nachgefragten Sessions verdeutlichten praxisnah, wie Künstliche Intelligenz Planung, Betrieb und Geschäftsmodelle in der Gebäudetechnik auf ein neues Niveau hebt. Die neue Sonderschau „The Living Light“ rückte Licht in den Kontext der Lebensbereiche Home, Education, Work und Communication und machte anschaulich, wie Licht Orientierung schafft, Stimmungen prägt und menschliche Interaktion, Konzentration und Motivation unterstützt.

Mit dem Power Festival baute die Light + Building ihr Engagement für den Branchennachwuchs im Elektrohandwerk weiter aus. In der Galleria zwischen Halle 8 und 9 entstand ein lebendiger Treffpunkt für Azubis, Gesellen, Meister und Industrie – mit Werkstattstraße, praxisnahen Challenges, Arbeitssicherheitsseminaren sowie Talks und Live-Content von bekannten Creatorn aus dem Handwerk. Das Format verband Austausch, Praxis und Community.

Teil des Konzepts war auch eine Charity-Aktion: Auf drei Aktionsfahrrädern sammelten Besucher Kilometer für den guten Zweck. Die Light + Building rundete den Betrag auf und spendete insgesamt 10.000 Euro an die Deutsche Kinderhilfsstiftung, um gerechte Bildungschancen zu fördern und Kindern einen gut ausgestatteten Schulstart zu ermöglichen.

Light + Building 2028

Die nächste Light + Building findet vom 5. bis 10. März 2028 in Frankfurt am Main statt.
www.light-building.com

Tags: Light + Building
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