Auf der diesjährigen Enlit Europe in Wien zeigt devolo seine neue Breitband-Powerline-Produktfamilie, MultiNode LAN 4TE und liefert erste Einblicke in GridMaximizer.
Vom 10. bis zum 12. November 2026 trifft sich die europäische Energiebranche auf der Enlit Europe in Wien. devolo zeigt am deutschen Gemeinschaftsstand (German Pavilion, Stand A.b24), wie sich die Herausforderungen der Energiewende effizient meistern lassen. Durch die stetige Zunahme von Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen steigt der Bedarf an kontinuierlichem Datenaustausch im Niederspannungsnetz drastisch. devolo setzt deshalb auf Breitband-Powerline (BPL) und MultiNode-Technologien. Dieser Ansatz ermöglicht eine verlässliche IP-basierte Kommunikation – etwa zwischen Ethernet-fähigen Smart-Meter-Gateways und dem Verteilnetz.
Die neue Breitband-Powerline-Produktfamilie
Ein besonderes Highlight des Messeauftritts ist die Premiere einer serienreifen Breitband-Powerline-Produktfamilie. Die Lösung zeigt die Powerline-Expertise von devolo im Bereich sicherer Smart-Metering-Kommunikation. Die neue BPL-Hardware basiert auf dem internationalen ITU-T-G.hn-Standard, nutzt MIMO-Technologie und erfüllt höchste Sicherheitsanforderungen (u. a. AES-Verschlüsselung, 802.1X und Secure Boot). Das System ist extrem skalierbar und umfasst drei aufeinander abgestimmte Komponenten.
BPL-Headend dient als zentrale Schnittstelle zwischen BPL-Netz und übergeordneten Backend-Systemen. Damit lassen sich bis zu 250 Powerline Geräte pro Domäne verwalten. Mit der BPL-Headend LTE Variante lässt sich dies auch über den Mobilfunk regeln. Der BPL-Repeater erweitert und stabilisiert die Kommunikationsstrecken im Stromnetz für die maximale Reichweite. Das BPL-1TE-Modem stellt hingegen die direkte Kommunikationsverbindung an Endpunkten und Messstellen her. Nach der öffentlichen Vorstellung auf der Enlit 2026 beweist sich die Hardware umgehend in der Praxis: Ein erster Feld-Rollout ist bereits in der Umsetzung.
MultiNode LAN 4TE
Ob für die genaue Abrechnung oder ein dynamisches Lastmanagement: Die Vernetzung von Ladeinfrastruktur erfordert eine flexible und verlässliche Anbindung. Das devolo MultiNode LAN 4TE nutzt bestehende Stromkabel oder Stromschienen zur Datenkommunikation und minimiert so den Planungs- und Installationsaufwand. Die Einbindung von Wallboxen, Energiemanagementsystemen oder Gateways erfolgt unkompliziert via Ethernet.
Das System deckt zwei typische Anwendungsfälle ab. Bei kleineren Anlagen übernimmt die Master Wallbox das Lastmanagement der weiteren Stationen über MultiNode LAN und Powerline. In Größeren Anlagen und Fuhrparks werden die Wallboxen per MultiNode LAN an eine Kopfstation angebunden. Diese kommunizieren dann via OCPP mit einem zentralen Energiemanagement-Gateway.
Forschungsprojekt GridMaximizer
Neben marktreifen Produkten präsentiert devolo auf der Enlit tiefere Einblicke in das geförderte Forschungsprojekt GridMaximizer. Dieses entsteht in enger Zusammenarbeit mit der TH Köln und baut auf einer patentierten Entwicklung der Technischen Hochschule zur netzzustandsbasierten Steuerung elektrischer Verbraucher auf. GridMaximizer soll es ermöglichen, Netzengpässe frühzeitig zu erkennen und abzufangen. Dafür wird die Automatisierungsebene direkt in das jeweilige Netzsegment verlagert. Messung, Netzzustandsbewertung, Optimierung und Steuerung erfolgen dezentral vor Ort – ohne für jede Entscheidung auf eine permanent verfügbare, zentrale Infrastruktur angewiesen zu sein. Das erhöht die Resilienz des Gesamtsystems deutlich und schützt vor zentralen Ausfällen.
Mit GridMaximizer verlagern wir einen Teil der Netzintelligenz direkt in das lokale Niederspannungsnetz. Messung, Kommunikation, Optimierung und Steuerung können innerhalb des Netzsegments zusammenwirken, ohne für jede Entscheidung auf eine zentrale Infrastruktur angewiesen zu sein. Der aktuelle Feldtest zeigt gleichzeitig, dass dieser Ansatz auch unter den anspruchsvollen Bedingungen eines schmalbandigen Powerline-Netzes funktioniert.
Heiko Harbers, General Manager der devolo solutions GmbH
Die technologische Basis bildet eine modulare Softwarearchitektur auf Basis eines Docker-basierten Mikroservice-Stacks, der Kommunikations-, Mess- und Steuerungsfunktionen strikt voneinander trennt. Für den effizienten Datenaustausch setzt der Stack auf offene, leichtgewichtige IP-Standards wie IPv6, CoAP und CBOR. Über Schnittstellen wie Modbus oder REST lassen sich unterschiedlichste Geräte wie Ladesäulen oder Batteriespeicher flexibel einbinden. Auf der Enlit demonstriert devolo den Funktionsstand anhand von Embedded-Knoten und Ergebnissen aus einem realen Feldtest im schmalbandigen G3-PLC-Netz. Dieser Test belegt, dass die Regelkette selbst unter anspruchsvollen Bedingungen mit begrenzter Bandbreite stabil funktioniert.
Persönlicher Austausch
Interessierte Fachbesucher sind herzlich eingeladen, die Lösungen von devolo auf der Enlit 2026 in Wien am German Pavilion, Stand A.b24 live zu erleben. Für Terminvereinbarungen und persönliche Gespräche stehen Christoph Dubsky und Anil Mengi gerne zur Verfügung.























