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Riesentrafo erfolgreich ins Südburgenland übersiedelt

Redaktion ELEKTRO|branche.at von Redaktion ELEKTRO|branche.at
7. August 2024
in Elektrotechnik
0
Riesentrafo sicher ins Südburgenland transportiert

© APG

Am 4. August ist ein 380/110-kV-Großtransformator im Umspannwerk Südburgenland (Rotenturm an der Pinka) des Netzbetreibers Austrian Power Grid (APG) eingetroffen. Der 300 Tonnen schwere Stahl-Koloss verbessert die Stromversorgung in der Region und erhöht die Einspeiseleistung von Wind- und Sonnenstrom am Standort um 25 Prozent.

Ein Trafo kommt bei der APG bekanntlich selten allein: Nachdem erst kürzlich das Umspannwerk Zaya kräftig aufgerüstet wurde, ist jetzt das Südburgenland dran.

Dadurch kann in Zukunft noch mehr Erneuerbare Energie, die vor Ort nicht benötigt wird, über das APG-Netz österreichweit verteilt und nutzbar gemacht werden. Rund 2,5 Millionen Euro investiert APG heuer in die Installation des Trafos und die dafür notwendige Anpassung im Werk.

„Die Transformatoren der APG haben eine lange Lebensdauer von 40-50 Jahren. Manchmal kommt es daher vor, dass die ‚Riesen‘ den Standort wechseln,“ weiß Roland Spreitzhofer, Projektleiter bei APG. So geschehen mit einem bis dato im Umspannwerk Dürnrohr (NÖ) stationierten Transformator, der zuvor innerhalb von rund fünf Wochen vollständig abgerüstet und für den Transport vorbereitet wurde. Zusätzlich wurden auch diverse weitere Anlagenteile, wie Kühlanlage und Schaltschrank, versandfertig verpackt.

Von 3. bis 4. August gelangte der Großtransformator per Sondertransport mit der Bahn bis ins Umspannwerk Südburgenland. Am 5. August wurde der 12 Meter lange und knapp fünf Meter hohe Trafo entladen und über Führungsschienen Millimeter für Millimeter auf sein Fundament gezogen. Für den 300-Tonnen-Koloss dauerte allein dieses Prozedere rund 24 Stunden.

Roland Spreitzhofer

Trafo erhöht Einspeiseleistung

Spreitzhofer, der seit 2022 Projekte in APG-Umspannwerken managt, über die weiteren Schritte: „Jetzt beginnt wiederum die Aufrüstung am neuen ‚Arbeitsort‘. Diese dauert etwa fünf bis sechs Wochen. Vor der geplanten Inbetriebnahme im November wird der Trafo nochmals ausführlich geprüft, danach geht dieser per Mausklick schließlich ans Netz.“ Ab diesem Zeitpunkt kann der Umspanner, wie Transformatoren noch genannt werden, die Spannung des Stroms von 110 Kilovolt (kV) aus dem regionalen Stromnetz in 380 Kilovolt umwandeln und ins überregionale APG-Netz einspeisen.

Er ist sozusagen das Bindeglied zwischen den zwei Netzebenen und hilft, überschüssigen Strom aus Wind- und Sonnenkraft, der in der Region nicht benötigt wird, österreichweit zu verteilen.

Roland Spreitzhofer
Trafo im Umspannwerk Südburgenland
Trafo im Umspannwerk Südburgenland
© APG

Bisher waren im Umspannwerk Südburgenland zwei 380/110-kV-Umspanner mit einer Leistung von je 200 Megavoltampere (MVA) installiert. Künftig sind es ein 200-MVA-Trafo plus ein weiterer mit 300 MVA. Die Einspeiseleistung am Standort erhöht sich damit um 25 Prozent, die Integration Erneuerbarer im Burgenland wird deutlich verbessert.

Der zweite 200-MVA-Trafo hat übrigens längst nicht ausgedient: In Matrei in Osttirol errichtet APG derzeit in ein neues Umspannwerk, für das ein Umspanner mit exakt dieser Leistung benötigt wird – der Burgenländer wird also demnächst nach Tirol übersiedeln. Die sehr aufwendige Überstellung in den Westen erfolgt im Frühjahr 2025. Dann ist die Trafo-Rochade perfekt.

Gesamt-Investitionen im Burgenland: 480 Mio. Euro

Christoph Schuh, Unternehmenssprecher der APG, dazu: „APG investiert bis 2034 rund 480 Millionen Euro in die Verstärkung und den Ausbau der Netzinfrastruktur im Burgenland und leistet so einen wesentlichen Beitrag für das Gelingen der versorgungssicheren Energiewende sowie für die Elektrifizierung von Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft. Bundesweit werden zur Erreichung der österreichischen Klima- und Energieziele im selben Zeitraum sogar rund neun Milliarden Euro investiert.“

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Tags: APGTransformatorenUmspannwerk
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