Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov hat in einer repräsentativen Umfrage in 14 Ländern mit mehr als 16.000 Teilnehmenden die Sichtweise europäischer Verbraucher und Verbraucherinnen auf die Vertrauenswürdigkeit europäischer und nicht-europäischer Routerhersteller untersucht. Die Österreicher sind gegenüber nicht-europäische Router eher skeptisch eingestellt.
Der Router ist das Herzstück des digitalen Zuhauses und verbindet alle Geräte zuhause mit dem Internet. Die Ergebnisse für Österreich sowie dreizehn weitere europäische Länder offenbaren daher ein starkes Interesse an europäischen Routern und legen ein hohes Misstrauen gegenüber chinesischen, russischen und US-amerikanischen Produkten offen. Den Befragten ist außerdem oft nicht klar, wo ihre gekauften oder über den Internet-Provider bezogenen Geräte gefertigt werden.
Hohes Misstrauen in nicht-europäische Router
Die Teilnehmenden in den 14 Ländern wurden befragt, wie sehr sie europäischen und nicht-europäischen Routerherstellern vertrauen oder misstrauen. Das höchste Misstrauen sprechen sie russischen Herstellern (67 %) aus, gefolgt von Herstellern aus China (52 %). Damit spricht mehr als jede zweite Person chinesischen Routern gegenüber ihr Misstrauen aus. 38 % der befragten geben an, Herstellern aus den USA zu misstrauen. Europäischen Routerherstellern sprechen lediglich 10% der Befragten ein Misstrauen aus.
Die Befragten aus Österreich zeigen eine durchgehend skeptische Haltung gegenüber Routerherstellern aus nicht-europäischen Staaten. Das höchste Misstrauen hegen österreichische Verbraucher gegenüber russischen Herstellern mit 59 %, gefolgt von chinesischen Anbietern mit 48 %. Auch gegenüber US-amerikanischen Herstellern ist die Skepsis mit 42 % spürbar. Europäische Hersteller genießen deutlich mehr Vertrauen – lediglich 12 % stehen ihnen misstrauisch gegenüber.
Unklare Herkunft von Routerherstellern
Die Befragten des gesamten Panels haben oftmals keine Kenntnis darüber, woher die Router kommen. So wissen beispielsweise nur 14 % der Befragen, dass die Geräte des Herstellers TP-Link aus China stammen, fast die gleiche Anzahl (16 %) der Befragten hält das Unternehmen sogar irrtümlicherweise für einen europäischen Hersteller und 51 % können diese Frage nicht eindeutig beantworten. Auch beim Anbieter Netgear sind sich 49 % der Befragten unsicher. Lediglich Marken wie Starlink und Huawei können signifikant häufiger den korrekten Herkunftsregionen zugeordnet werden: Starlink, USA (55 %), Huawei, China (77 %).
FRITZ! als größter europäischer Hersteller kommt in Österreich auf eine korrekte Zuordnung von 65 %, aber selbst hier halten 9 % FRITZ! für ein nicht-europäisches Unternehmen, 24 % geben an die Herkunft nichtzuordnen zu können. Schließt man den deutschen Markt aus, ordnet lediglich ein Drittel (27 %) der Befragten in den 13 weiteren europäischen Ländern FRITZ! richtig als europäischen Hersteller zu.
Interessant ist auch die wahrgenommene Herkunft der Routerhersteller bei Geräten, die über einen Internet-Provider gemietet werden können. Über alle europäischen Länder hinweg nehmen die Befragten mehrheitlich an, dass es sich bei Mietgeräten großer Provider um Router aus europäischer Herstellung handelt, auch wenn diese nicht in Europa gefertigt werden. Bei Kunden von A1 (72 %) und Magenta Telekom (70 %) ist diese Angabe sogar deutlich höher.
„Made in Europe“ – ein Label mit gestiegener Relevanz
Ob es sich um ein in Europa entwickeltes und gefertigtes Netzwerkgerät handelt, spielt für die befragten Nutzer aktuell eine große Rolle. Mehr als die Hälfte (55 %) der in Europa Befragten sagen, dass ihnen das wichtig oder sehr wichtig ist. Hierbei gibt es wenig Schwankungen in den einzelnen Ländern.
Zur Umfrage: Die Daten dieser Befragung basieren auf einer repräsentativen Onlineumfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov in vierzehn europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Niederlande, Belgien, Vereinigtes Königreich, Spanien, Frankreich, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Polen). Im April 2026 wurden insgesamt 16.474 Personen befragt, davon 1.043 in Österreich. Die Erhebung wurde je Land nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung ab 18 Jahren des jeweiligen Landes.




















