Weils mit den Förderungen ja gerade so gut klappt, stellt der Klima- und Energiefond 4,9 Millionen Euro für intelligentes Energiemanagement in Haushalten, Betrieben und Gemeinden zur Verfügung.
Mit dem neuen Förderprogramm unter dem Namen „Energiemanagement – Flexibilisierung im Verteilnetz“ sollen automatisierte Lösungen, die Stromverbrauch, Stromerzeugung und Speicher besser aufeinander abstimmen, gefördert werden. Für Anschaffung, Installation und Konfiguration der Systeme sowie begleitende Beratungsleistungen stehen insgesamt bis zu 4,9 Mio. Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) zur Verfügung.
„Die Energiewende darf nicht zu höheren Kosten und überlasteten Netzen führen – sie muss intelligent gesteuert werden. Erneuerbarer Strom soll bestmöglich dann genutzt werden, wenn er erzeugt wird. Genau hier setzt dieses Förderprogramm an: Wir unterstützen Haushalte, Gemeinden und Betriebe dabei, ihren Energieverbrauch flexibler und effizienter zu steuern. Das entlastet die Netze, senkt Kosten im System und stärkt eine sichere, leistbare und nachhaltige Energieversorgung. Energiepolitik ist Standortpolitik und dafür brauchen wir Lösungen, die in der Praxis funktionieren.“
Wolfgang Hattmannsdorfer, Energieminister
„Die Energiewende braucht nicht nur mehr erneuerbare Energie, sondern auch intelligente Systeme, die Erzeugung, Speicherung und Verbrauch optimal aufeinander abstimmen. Mit diesem Förderprogramm unterstützen wir Lösungen, die erneuerbare Energien besser integrieren und den Weg zu einem klimaneutralen Energiesystem bis 2040 ebnen“, ergänzt Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Bernd Vogl.
Förderungen für Privatpersonen, Betriebe, Gemeinden und sonstige Organisationen
Die Ausschreibung richtet sich dabei an zwei Zielgruppen:
Energiemanagement-Systeme für private Haushalte
Gefördert werden private Haushalte bei der Anschaffung, Installation und Konfiguration kommunikationsfähiger, automatisierter Energiemanagement-Systeme, die zur Steuerung von zumindest zwei Komponenten wie Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe oder Ladeinfrastruktur eingesetzt werden.
Damit die geförderten Systeme auch einen positiven Beitrag für das gesamte Energiesystem leisten, werden Stromverbrauch, Speicherung und Einspeisung für mindestens fünf Jahre flexibel an Energieangebot, Strompreise oder Netzanforderungen angepasst. Dadurch kann mehr erneuerbare Energie genutzt und die Netzinfrastruktur entlastet werden.
Private Haushalte erhalten einen Zuschuss von 50 Prozent der förderungsfähigen Kosten, maximal jedoch 600 Euro pro Projekt.
Energiemanagement-Systeme für Betriebe, Gemeinden und sonstige Organisationen
Das Förderprogramm unterstützt Betriebe, Gemeinden und sonstige Organisationen mit Netzanschluss im Niederspannungsbereich bei der Einführung intelligenter Energiemanagement-Systeme – von der Planung und Beratung bis zur Installation und Inbetriebnahme. Diese erhalten für die Einführung eines Energiemanagementsystems einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten, maximal 20.000 Euro pro Standort.
Die geförderten Systeme helfen dabei, erneuerbare Energien besser in das Stromsystem zu integrieren und vorhandene Netzkapazitäten effizienter zu nutzen. Sie verschieben Verbrauch und Speicherung gezielt in Zeiten hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Energie und unterstützen damit eine effizientere Nutzung der Netzinfrastruktur.
Informationen zur Antragstellung
Einreichungen sind bis 15.04.2027 (12 Uhr) – bzw. solange Budgetmittel vorhanden sind – für Gemeinden und Privatpersonen ab sofort online möglich.
Zur Ausschreibung:
- Für Privatpersonen: https://www.klimafonds.gv.at/foerderung/energiemanagement-haushalte-2026/
- Für Betriebe, Gemeinden und sonstige Organisationen: www.klimafonds.gv.at/foerderung/energiemanagement-betriebe-2026/
Detaillierte Informationen zu Förderbedingungen, Einreichung und förderfähigen Maßnahmen stehen in den jeweiligen Förderleitfäden zur Verfügung:
- Leitfaden „Energiemanagement für private Haushalte“
- Leitfaden „Energiemanagement für Betriebe, Gemeinden und Vereine“
Webinar zum Förderprogramm am 23. Juli 2026, 09:00–10:00 Uhr
In diesem Webinar wird das Förderprogramm im Detail vorgestellt. Infos und Anmeldung




















