Angesichts des kürzlich präsentierten Doppelbudgets fordert die Elektrotechnik-Branche eine klare Absicherung energetischer Maßnahmen im Sinne von elektrischer Gebäudeautomation. BIM Christian Bräuer: „Ohne konsequente Förderung der elektrischen Gebäudeautomation bleiben viele Einsparpotenziale ungenutzt.“
Die kürzlich von Finanzminister Marterbauer präsentierten Budgetpläne für die Jahre 2027 und 2028 enthalten mit der Fortführung der Förderungen für thermisch-energetische Sanierungen ein wichtiges Signal für den Gebäudesektor. Für die thermische Sanierung sollen laut Budgetunterlagen Förderzusagen von bis zu 181 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Bundesinnung der Elektrotechniker:innen begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich, sieht jedoch bei der konkreten Ausgestaltung der Fördermaßnahmen erheblichen Handlungsbedarf.
Doppelbudget: Handlungsbedarf bei Fördermaßnahmen
„Es ist positiv, dass Maßnahmen der thermischen und energetischen Sanierung als wichtiger Baustein im Budget verankert ist. Entscheidend wird nun aber sein, dass die vorgesehenen Mittel tatsächlich auch für energetische Maßnahmen im engeren Sinn zur Verfügung stehen. Sie bilden die Grundlage für Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und langfristige Wirkungen und ohne deren konsequente Berücksichtigung bleiben wesentliche Einsparpotenziale im Gebäudesektor ungenutzt“, betont Bundesinnungsmeister Christian Bräuer.
Aus Sicht der Elektrotechniker:innen dürfen Förderprogramme nicht ausschließlich auf die Gebäudehülle oder den Austausch von Heizsystemen fokussieren. Ebenso notwendig seien Investitionen in intelligente technische Lösungen, die den Energieverbrauch laufend optimieren und die Effizienz moderner Gebäude überhaupt erst ermöglichen.
„Energetische Maßnahmen wie Gebäudeautomation, intelligentes Energiemonitoring, Lastmanagement oder smarte Steuerungssysteme sind längst kein Zusatz mehr, sondern eine zentrale Voraussetzung für wirksamen Klimaschutz und nachhaltige Energieeinsparungen. Sie müssen daher ausdrücklich und ausreichend gefördert werden.“
Christian Bräuer, BIM
Die Bundesinnung appelliert daher an die Bundesregierung, bei der Ausgestaltung der Förderprogramme einen klaren Schwerpunkt auf energetische Maßnahmen wie Gebäudeautomation, intelligentes Energiemonitoring, Lastmanagement oder smarte Steuerungssysteme zu setzen und deren Förderfähigkeit langfristig abzusichern.
„Wer den Energieverbrauch von Gebäuden nachhaltig senken will, muss neben der thermischen Sanierung zwingend auch alle energetischen Optimierungsmöglichkeiten fördern. Nur ein ganzheitlicher Ansatz schafft die Voraussetzungen dafür, den Gebäudebestand klimafit zu machen und die vorhandenen Technologien bestmöglich zu nutzen. Hier erwarten wir uns von der Politik ein klares Bekenntnis und entsprechende Rahmenbedingungen“, so Bräuer.
Für das Elektrogewerbe wäre dies zugleich ein wichtiger Schritt in Richtung einer umfassenden Energieeffizienz-Offensive, die Investitionen auslöst, Innovation fördert und den Gebäudesektor dauerhaft auf Klimakurs bringt.





















