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APG Factbox: Der Strom-Export kehrt zurück

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APG Factbox: Der Strom-Export kehrt zurück

Redaktion ELEKTRO|branche.at von Redaktion ELEKTRO|branche.at
29. Mai 2025
in Elektrotechnik
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APG Factbox: Das Strom-Exportland kehrt zurück

© APG

Trotz eines Rückgangs der Erneuerbaren Produktion konnte Österreich im April 2025 an 17 Tagen bilanziell Strom ins Ausland exportieren.

Per Saldo ergab sich über den Gesamtmonat in Österreich ein Export in der Höhe von 164 GWh (auf Basis der Fahrpläne), wodurch die fünfmonatige seit November 2024 andauernde Import-Phase beendet wurde. Im Vorjahres-April fiel der Export-Saldo wesentlich deutlicher aus: Damals konnte aufgrund der besonders guten Laufwassereinspeisung an allen April-Tagen bilanziell Strom ins Ausland exportiert werden, wodurch sich im Saldo ein Export in der Höhe von 934 GWh ergab.

Export trotz Durststrecke

Im Vergleich zum Vorjahres-April ging die erneuerbare Erzeugung in den April-Wochen 2025 (KW 14-17) um etwas mehr als ein Fünftel (konkret um 21,3 %) zurück. Dies ist vor allem den gegenüber dem Vorjahr geringeren Niederschlägen geschuldet. Der Anteil der Erneuerbaren Energien (3.836 GWh) an der Gesamteinspeisung (4.531 GWh) betrug etwa 84,7 %.

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien April 2025
© APG

Besonders bemerkbar machten sich die Rückgänge bei der Wasserkraft, die mit 2.152 GWh zwar noch den Löwenanteil der Erneuerbaren ausmachte, deren Anteil an der erneuerbaren Erzeugung sich jedoch um 10,3 % gegenüber dem Vorjahr reduzierte. Die Windenergie kam bei 955 GWh (plus 7,4 % Anteil an den Erneuerbaren zu April 2024) zu liegen, während die Photovoltaik-Einspeisung 559 GWh (plus 2,4 %) zur Erzeugung nachhaltigen Stroms beisteuerte.

Starkes Stromnetz gegen Schwankungen

Der April verdeutlichte mit seinen Rückgängen in der Erneuerbaren Produktion die Schwankungsbreiten eines auf erneuerbaren Energien basierenden nationalen Stromgesamtsystems und unterstrich die dringliche Notwendigkeit einer energiewirtschaftlichen Gesamtsystemplanung – auch über die nationalen Grenzen hinaus – und eines dazu ausgerichteten Aus- und Umbaus der Strominfrastruktur.

Unsere Anstrengungen für ein nachhaltiges und leistbares Energiesystem zielen auf eine gesamtsystemische Planung ab, welche den Ausbau der Erneuerbaren im Kontext einer effizienten Systemintegration betrachtet. Dazu braucht es eine an die Erzeugungsleistung angepasste, kapazitätsstarke Strominfrastruktur, ausreichend Speicher, eine Digitalisierungsoffensive sowie die Verfügbarkeit entsprechender Reservekraftwerke. Das Netz ist nicht alles – aber alles ist nichts ohne ein gut ausgebautes Stromnetz. Eine leistungsfähige Netzinfrastruktur ist elementar für einen funktionierenden Wirtschaftsstandort, insbesondere deshalb, weil damit auch die Verfügbarkeit von preisgünstigem Strom gewährleistet ist.

Gerhard Christiner, APG-Vorstandssprecher

Um den volatilen, erneuerbaren Strom nutzbar zu machen, braucht es ein starkes Stromnetz, das den Strom dorthin transportiert, wo er gebraucht wird. Um dabei Überlastungen im Stromnetz zu verhindern und um die sichere Stromversorgung zu gewährleisten, werden mit sogenannten Redispatch-Maßnahmen Überlastungen vermieden. Darunter versteht man den gezielten und kontrollierten Einsatz von Kraftwerken.

Im April 2025 musste an 16 Tagen die Fahrweise der Kraftwerke in Österreich korrigiert werden, um Überlastungen im Stromnetz zu verhindern. Um zwei Tage mehr als noch im April 2024. Dabei entstehen Kosten, die der Stromkunde zahlen muss. Im April 2025 lagen diese Kosten gesamt bei rund 5,2 Millionen Euro – Kosten, die das Fehlen von Netzkapazitäten widerspiegeln. In den ersten vier Monaten des Jahres 2025 (71 Tage bis Ende April) ist ein merklicher Anstieg an Tagen, an den Redispatching notwendig wurde, mit plus 19 Tagen im Vergleich zum Vorjahr (2024: 52 Tage) zu verzeichnen. Auch dies zeigt die Notwendigkeit stärkerer Netzkapazitäten.

Struktur bisheriger Redispatch-Maßnahmen April 2025
© APG

Ein negativer Effekt neben den Kosten bzw. dem steigenden CO2­­­-Verbrauch ist das „Abregeln“ erneuerbarer Kraftwerksproduktion. Dabei werden beispielsweise Windkraftwerke oder Laufwasserkraftwerke, die zu dieser Zeit Strom produzieren, heruntergefahren, um Überlastungen im Stromnetz zu vermeiden. Seit Anfang des Jahres sind auf diese Art und Weise durch Redispatch-Maßnahmen 5.297 Megawattstunden (MWh) Strom „verloren“ gegangen. Diese Zahlen belegen die Notwendigkeit eines modernen, resilienten, energiewirtschaftlichen Gesamtsystems mit insbesondere einer kapazitätsstarken Übertragungsnetzinfrastruktur.

Energieaustausch innerhalb Österreichs

Über das Übertragungsnetz wird von APG der Energieaustausch im gesamten Bundesgebiet gemanagt. Stromüberschüsse der einzelnen Bundesländer können dadurch österreichweit verteilt und Defizite kompensiert werden.

Energieaustausch April 2025
© APG

In Niederösterreich (407 GWh) und im Burgenland (275 GWh) wurden im April die höchsten Energiemengen in das APG-Netz eingespeist und damit österreichweit zur Verfügung gestellt. Von Wien (193 GWh) und der Steiermark (142 GWh) wurde der meiste Strom aus dem APG-Netz bezogen.

Verantwortungsvoller Stromverbrauch

Im April (KW 14-17) wurden in Österreich auf Basis der aktuell vorliegenden Daten 4.126 GWh Strom aus dem öffentlichen Netz verbraucht – um rund 2,4 % weniger als im Vorjahr (4.227 GWh). Dies ist der Strombezug aus dem öffentlichen Netz (inkl. Netzverluste, ohne Pumpstrom) in der Regelzone APG. Darin ist der Verbrauch, der durch eigenproduzierten PV-Strom gedeckt wird, nicht enthalten.

Stromverbrauch in Österreich April
© APG

Mit dem APG Powermonitor ist es der österreichischen Bevölkerung möglich, die effektivsten Stromsparstunden zu sehen und somit einen aktiven Beitrag zur CO2-Reduktion und zur Systemsicherheit zu leisten.

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Tags: APGAPG FactboxErneuerbare EnergieStromnetz
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