In der erneuerbaren Wärmeanlage von Oberpullendorf sorgt nun der zweite Großspeicher im Burgenland für eine nachhaltige Stromversorgung.
Der zweite Großspeicher (nach der kürzlich eröffneten Anlage in Eisenstadt) des Burgenlands nimmt seine Arbeit im Biomassekraftwerk von Oberpullendorf auf. Mit einem Speichervolumen von 5 Megawattstunden speichert er nicht nur Strom aus dem Kraftwerk, sondern auch den umliegenden Wind- und PV-Anlagen. Der Standort beschreitet somit einen wichtigen Schritt sich von der Abhängigkeit von Energieproduzenten aus dem Ausland zu lösen und die Region gegen Blackout-Situationen zu wappnen.
Großspeicher als Game-Changer
Der neue Großspeicher begeistert sowohl Burgenland Energie als auch den Oberpullendorfer Bürgermeister Johann Heisz. „In Oberpullendorf wird der Erneuerbare Wärmestandort deutlich aufgewertet. Das Biomassekraftwerk wird weiter wie gewohnt nachhaltige Wärme aus der Region für die Region erzeugen. Gleichzeitig nutzen wir den Standort, um Strom aus den Wind- und PV-Anlagen hier einzuspeichern. Es wurde ein großer Batteriespeicher mit einem Speichervolumen von 5 Megawattstunden errichtet, der heute gemeinsam mit der Gemeinde offiziell in Betrieb genommen wird“, so Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie.
Bis Mitte 2027 werden von der Burgenland Energie große Batteriespeicher mit einem gesamten Speichervolumen von rund 700 Megawattstunden errichtet.
Damit befindet sich die Speicherstrategie Burgenlands voll in Umsetzung. Es wurden innerhalb weniger Monate die ersten großen Batteriespeicher errichtet und in Betrieb genommen.
Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie
Als Bürgermeister freut es mich besonders, dass wir in Oberpullendorf bei den ersten Gemeinden dabei sind, die mit einem Speicher Energie aus dem Burgenland im Burgenland halten. Ich freu mich persönlich und für die Gemeinde, dass wir hier eine Vorreiterrolle einnehmen, weil ich überzeugt bin: Speicher sind der große Game-Changer am Weg zur Energieunabhängigkeit.
Johann Heisz
Die letzten Jahre haben uns deutlich gezeigt, wie hart und gefährlich Abhängigkeit von Energieproduzenten aus dem Ausland ist. Mit jeder Kilowattstunde Energie, die wir hier im Burgenland halten und für die burgenländischen Haushalte und Unternehmen einsetzen, zeigen wir damit auch, dass wir bereit sind und dass es möglich ist, uns von Abhängigkeiten zu lösen und wir nicht auf Importe von problematischen Lieferanten angewiesen sind, sondern für unsere Energieversorgung selbst aufkommen können.
Jürgen Karall, Landtagsabgeordneter
Mit dem Großspeicher in Oberpullendorf wird auch die Blackout-Fähigkeit der Region massiv gestärkt. „Wir haben erst im Februar im Süd-Burgenland erlebt, was es bedeutet, wenn es zu einem Blackout kommt und Menschen in unserer Region keine Stromversorgung haben. Mit den großen Batteriespeichern haben wir erstmals im Burgenland Kraftwerke, die es uns ermöglichen, im Blackout-Fall in der jeweiligen Region den Netzwiederaufbau und damit die Stromversorgung wieder herzustellen. Denn diese großen Batteriespeicher können, wie bei PV-Heimspeichern, ohne Strom aus dem öffentlichen Netz, Strom liefern“, erläuterte Sharma.




















