Aktuelle Marktentwicklungen, moderne Speicherlösungen und ein tiefer Einblick in eine regionale Elektro-Tradition: Der 14. Expert Installations-Workshop bei Expert Froschauer in Ardagger Markt bot den Mitgliedsbetrieben eine fundierte Plattform für Fachwissen und Erfahrungsaustausch.
Kürzlich versammelten sich Expert-Mitgliedsbetriebe in Ardagger, um sich über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und technologischen Trends der Branche zu informieren. Im Mittelpunkt standen dieses Jahr insbesondere die Elektrifizierung und die Schlüsselrolle von Stromspeichern für ein klimaneutrales Energiesystem. Nach der Begrüßung durch Expert-Geschäftsführer Alfred Kapfer wurde der Workshop mit der Unternehmensvorstellung von Gastgeber Expert Froschauer durch Helmut und Matthias Freynhofer eröffnet.
Von der Gründung bis zur 4. Generation
1955 von Hans und Maria Froschauer gegründet, wurde der Betrieb kontinuierlich ausgebaut. Ein wichtiger Meilenstein war das Jahr 1977, als Helmut und Herta Freynhofer das Unternehmen übernahmen und Expert Österreich beitraten.
In den 1980er-Jahren wuchs der Standort weiter; mit Helmut und Burgi Freynhofer trat die dritte Generation ein. 1989 erfolgte eine Erweiterung des Firmengebäudes auf 1.600 m². Dass der Betrieb auch Krisen meistern kann, bewies das Team beim Jahrhunderthochwasser 2002. Zuletzt wurde 2025 kräftig investiert: Neue Mitarbeiterräumlichkeiten und eine moderne Showküche mit Ausstellungsraum setzen frische Akzente am Hauptstandort. Heute ist mit Matthias Freynhofer bereits die vierte Generation fest im Familienbetrieb verankert.

Begeisterung über das Familienunternehmen in 4.Generation.

die Geschäftsführung und führen gemeinsam mit Burgi das erfolgreiche Familien-
Unternehmen.
Ein besonderes Augenmerk legt der Betrieb mit seinen derzeit 25 Mitarbeitern auf die Ausbildung. Mehr als 100 Lehrlinge wurden hier bereits erfolgreich zum Facharbeiter geformt. Dass die Qualität der Ausbildung stimmt, zeigt übrigens auch die aktuelle Belegschaft: Rund 70 % der Mitarbeiter haben ihr Handwerk direkt bei Froschauer erlernt.
Im täglichen Geschäft setzt die Familie auf das Prinzip „Alles aus einer Hand“ – von der privaten Installation bis hin zu komplexen Industrieprojekten. Besonders im Bereich Photovoltaik bietet das Team ein Komplettpaket von der Planung bis zur Montage. Im Elektrofachgeschäft setzt man bewusst auf persönliche Beratung statt auf anonymen Onlinehandel, wobei die digitale Verfügbarkeit über den Expert-Onlineshop mit regionalem Service vor Ort kombiniert wird. „Der Mehrwert für unsere Kunden entsteht durch die Kombination aus modernster Technik und menschlicher Expertise“, so Matthias Freynhofer.
Die Vision: Ein effizientes, elektrisches System 2040
DI Franz Angerer, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, skizzierte in seinem Vortrag unter dem Titel „Die Zukunft ist elektrisch – erneuerbarer Strom als Energieträger für Heizung, Mobilität und Industrie“ die Transformation des österreichischen Energiesystems. Sein Zielbild für 2040 ist ein weitgehend elektrifiziertes Land, das deutlich effizienter arbeitet als heute. Angerer betonte, dass der Ausbau von Photovoltaik und Windkraft oft unterschätzt werde und sich die Umstellung, etwa bei E-Lkw und industriellen Prozessen, bereits jetzt spürbar beschleunige.
Die Energiewende ist kein lineares Projekt, sondern ein dynamischer
Franz Angerer, Energieagentur
Systemumbau. Wer aus der Vergangenheit lernt, weiß: Die Geschwindigkeit
technologischer Veränderungen wird meist unterschätzt – nicht überschätzt.
Um die Abhängigkeit von fossilen Importen – aktuell bezieht Österreich noch rund zwei Drittel seiner Energie aus dem Ausland – zu verringern, sei neben dem Netzausbau vor allem die Digitalisierung, flexible Energietarife und eine intelligente Netzführung bzw. Steuerung entscheidend. Ebenso käme den Speicherlösungen eine Schlüsselrolle zu.


Stromspeicher als Schlüssel zum Erfolg
Diesen Faden nahm Klaus Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer von Expert ETECH, auf. Er verdeutlichte, dass der Weg zur Klimaneutralität ohne massiven Speicherausbau kaum machbar sei. Das untermauere etwa auch die Stromspeicher-Studie des Bundesverbands Photovoltaic Austria (PV Austria), der Austrian Power Grid (APG), der TU-Graz und d-fine. Durch den Einsatz moderner Energiemanagementsysteme und KI-basierter Software können Speicher heute aber so gesteuert werden, dass sie in Niedrigpreisphasen laden und bei hohen Börsenstrompreisen Energie abgeben. Entscheidend ist hier in jedem Fall aber ein präzises Lastmanagement („Peak Shaving“), um teure Spitzen im Stromverbrauch zu vermeiden.
Große Stromspeicherlösungen leisten einen ganz wichtigen Beitrag zur
Klaus Schmid, ETECH
Netzstabilität und am Weg zu einer Klimaneutralität.
Eine weitere Herausforderung bei der Umsetzung großer Stromspeicherprojekte seien auch die komplexen und nicht immer eindeutigen rechtlichen Rahmenbedingungen. Als spezialisierter Photovoltaik-Großhändler der Marken SolaX, Solinteg und Pylontech in Kombination mit der Energiemanagementsoftware von Tech4b agiert ETECH als Partner für Elektro-Fachbetriebe. Mit über 4.000 realisierten PV-Anlagen (46.000 kWp Modulleistung) und mehr als 66.000 kWh verkaufter Speicherkapazität in den letzten fünf Jahren hat sich das Unternehmen inzwischen ein breites Knowhow erarbeitet.


Das Portfolio reicht dabei über den reinen Komponentenvertrieb hinaus: ETECH ist ein technischer Full-Service-Partner, der innovative Hardware mit maßgeschneiderten Lösungen und Supportleistungen kombiniert.
Fazit zum Installations-Workshop
Expert-Geschäftsführer Alfred Kapfer betonte abschließend den Wert des direkten Dialogs: „Dieser Tag hat erneut gezeigt, wie wertvoll der direkte Dialog mit unseren Mitgliedern ist. Dank der umfassenden Einblicke der Gastgeber Matthias, Helmut und Burgi Freynhofer in ihren Betrieb sowie der ‚elektrifizierenden‘ Impulse von DI Franz Angerer konnten wir wertvolle Synergien schaffen. Besonders der Transfer von praktischem Fachwissen durch DI Klaus Schmid zur Realisierung von Großspeicher-Projekten bietet unseren Mitgliedsbetrieben einen konkreten Wettbewerbsvorteil. Neben der technischen Tiefe stand vor allem der intensive Erfahrungsaustausch unter den Experten im Vordergrund, ein nicht unwesentlicher Faktor für den Erfolg künftiger Projekte. Ein besonderer Dank an die Familie Freynhofer für die Organisation und ihre herzliche Gastfreundschaft!“
























